Kremmen_Wappen_1

Erstmalig fand Staffelde Erwähnung in einem Schoßregister des Jahres 1450. Das Dorf und Rittergut Staffelde war schon zu dieser Zeit im Besitz der Familie von Bredow. Zwischenzeitlich wurde der Besitz geteilt. Das Hauptgut blieb bei den von Bredows, während das kleinere Rittergut verkauft wurde. Im Jahre 1742 ging der gesamte Besitz an die Familie von Redern aus Schwante über. Vermutlich wurde ein Teil des Rittergutes in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts zersiedelt. Das Restgut wurde 1936 von dem Trabrennfahrer Charlie Mills gekauft. Er brachte seine Rennpferde nach Staffelde, baute eine Reithalle und legte eine Rennbahn an, die seit dieser Zeit das Ortsbild prägten. Zur Zeit veranlasst der jetzige Besitzer die schrittweise Erneuerung des denkmalgeschützten Gutes. Die Kirche ist ein rechtwinkliger Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Im Jahre 1696 baute man aus Backstein einen Vorbau an. Die Kirche verfügte über einen quadratischen Westturm, erbaut 1822, welcher eine Nachbildung des barocken Kirchturms von Schwante darstellt. Zur Inneneinrichtung gehört ein Kanzelaltar mit zwei Engelsfiguren aus dem 18. Jahrhundert. Auf der Empore befindet sich eine Lüthgemüllerorgel. Trotz vieler baulicher Veränderungen ist sie eine gemütliche und sehenswerte Dorfkirche. Das märkische Dorf Staffelde begrüßt die Besucher der Region, zumindest jene, die von der Autobahn anreisen, als erster Ortsteil der Stadt Kremmen: Bis zur Ausfahrt Kremmen sind es nur zwei Kilometer, und von Staffelde aus tun sich alle Wege auf in die übrigen sechs Ortsteile. Mit derzeit ca. 400 Einwohnern ist Staffelde das zweitkleinste Dorf im Stadtgebiet. Und gleichwohl weit bekannt: Seit einigen Jahren gibt es hier eine Montessori-Schule, die in der ehemaligen Dorfschule inmitten der Natur und dörflichen Gemeinschaft ideale Lern- und Arbeitsbedingungen bietet und deshalb im gesamten Kreisgebiet und auch den Berliner Eltern und Kindern bekannt geworden ist.