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Die Kirche ist ein barocker Fachwerkbau wahrscheinlich aus dem Jahre 1704 . Sie ist der zweite oder möglicherweise sogar dritte Kirchenbau an dieser Stelle. Untersuchungen während der Sanierung im Jahre 1934 ergaben, dass ein Altar vorher an einer anderen Stelle gestanden haben muss. Das ist ein Hinweis auf eine Vorgängerkirche. Die Gruft, die dabei im Altarbereich gefunden wurde, enthielt Gebeine aus dem 17. Jahrhundert. Wenn Sie in das Kirchenschiff blicken, fallen zuerst der Kanzelaltar und die dreiseitige Empore mit den umlaufenden Bildern und Bibelzitaten auf. Diese Einrichtungen sowie das Gestühl stammen wohl aus der Bauzeit der jetzigen Kirche. Der hölzerne Taufengel (erste Hälfte 18. Jhdts.) wurde bei der Sanierung 1934 nach Jahrzehnten auf dem Kirchenboden erstmals wieder in der Kirche angebracht. Er war damals Teil eines separaten Taufaltars. Der Taufengel diente als Halterung für die Taufschale. Links neben dem Altar befindet sich eine Epitaph aus Sandstein (entstanden Ende des 16. Jhdt.). Darauf sind Mitglieder der Familie von Redern abgebildet, die die Geschichte des Dorfes maßgeblich mitbestimmt haben. Daneben ein Armlehnstuhl mit Schnitzereien, datiert aus dem Jahr 1649. Die 13 Gemälden bilden den Zyklus „Christus und die Apostel“ und gehen auf die Zeit um 1700 zurück. Die Kirche hat insgesamt ein deutliches barockes Gepräge. Die Orgel ist allerdings erst aus dem Jahre 1887 und wurde von dem Neuruppiner Orgelbaumeister Albert Hollenbach hergestellt. Im Ersten Weltkrieg wurden die großen Prospektpfeifen aus Zinn eingezogen, eingeschmolzen und dienten Kriegszwecken. Später sind sie durch Zinkpfeifen ersetzt worden.